Antrag der CDU-Fraktion
Neujahrsempfang für die gesamte Bürgerschaft
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
beim monatlichen Bürgertreff des CDU-Gemeindeverbandes wurde aus den Reihen der Bürgerschaft der Neujahrsempfang der Gemeinde angesprochen.
Es wurde der Wunsch geäußert, dass nicht nur geladene Gäste am Empfang teilnehmen dürfen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion stellt folgenden Antrag:
Zum Neujahrsempfang der Gemeinde sollen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden.
Die Verwaltung möge prüfen, ob diese Veranstaltung in der Letzenberghalle stattfinden kann.
Begründung:
Die Anregung kommt aus der Bürgerschaft.Nicht nur ausgewählte Repräsentanten des öffentlichen Lebens bekommen mit einem offenen Neujahrsempfang eine Chance zur Teilnahme.Die Begegnung der Bürgerinnen und Bürger zu Beginn des neuen Jahres bereichert und belebt das Zusammenleben in der Gemeinde.
Wir bitten darum, über diesen Antrag zeitnah zu beschließen.
CDU-Gemeinderatsfraktion
Robert Krippl
Stellungnahme der CDU-Fraktion
Meine Damen und Herren,
zunächst einmal ist es erfreulich, dass die Anregung zu diesem Antrag aus der Bürgerschaft kommt. Der Wunsch nach Öffnung des Neujahrsempfangs der Gemeinde ist da..
Bei der Bearbeitung des Antrages scheint es einige Missverständnisse gegeben zu haben, die geklärt werden sollten. Deshalb hier noch einmal der Wortlaut des Antrages: „Zum Neujahrsempfang der Gemeinde sollen alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden. Die Verwaltung möge prüfen, ob diese Veranstaltung in der Letzenberghalle stattfinden kann.“
Dieser Antrag ist eindeutig formuliert. Inhalt und Ziel des Antrages sind absolut klar. Wer diesen Antrag missversteht, hat ihn nicht richtig gelesen!
Unser Antrag bezieht sich auf den Neujahrsempfang der Gemeinde und zwar ausschließlich. Vom Empfang der Kirchengemeinde ist keine Rede. Wir wollen am Neujahrsempfang der Kirchengemeinde nicht rütteln.
Der jährliche Wechsel soll nach wie vor beibehalten werden. Die Veranstaltungen haben sich inhaltlich immer unterschieden und so soll es auch bleiben. Die Kirchengemeinde sollte weiterhin ihren Neujahrsempfang nach ihrem Gutdünken durchführen, das betonen wir ausdrücklich. Sie braucht auch nicht die Lokalität – sprich Pfarrheim – aus unserer Sicht zu wechseln.
In der Verwaltungsvorlage steht unter Punkt 4 – ich zitiere – „Dadurch besteht viel besser die Möglichkeit sich in Gesprächen auszutauschen und mit Menschen in Kontakt zu kommen.“
Unter Punkt 5 „Der Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktion geht nun in eine andere Richtung“ – Zitat Ende.
Unser Antrag geht nicht in eine andere Richtung. Wir wollen, dass durch die Öffnung noch mehr Menschen miteinander in Kontakt kommen und sich in Gesprächen austauschen – so steht es auch in der Begründung.
Auch die Hervorhebung der Ehrenamtlichen muss weder begrenzt noch vernachlässigt werden. Im Gegenteil! Gerade, wenn die Besucherzahl größer ist, kann das Engagement der Ehrenamtlichen einem größeren Kreis nahegebracht werden und erhält somit mehr Gewicht und Bedeutung!
Die Verwaltung macht keinen Beschlussvorschlag, da aus ihrer Sicht die Entscheidung nicht logisch begründet werden kann.
Aus unserer Sicht ist die Öffnung des gemeindlichen Neujahresempfangs für die Bürgerschaft, also die Möglichkeit der Teilnahme für alle, eine gute logische Begründung!
Wir würden uns freuen, wenn sich für den Antrag eine Mehrheit finden könnte.
Unser Antrag fand keine Zustimmung. Die FWV lehnte ihn mit ihrer Mehrheit ab. Wir bedauern das sehr!
Der Sprecher der FWV-Fraktion begründete die Ablehnung damit, dass der Neujahrsempfang durch die Einladung alles Bürger anonym und flach wäre. Der Neujahrsempfang ist für die CDU-Fraktion keine anonyme und flache Veranstaltung, wenn mehr Bürger daran teilnehmen. Durch Ablehnung unseres Antrages bleibt vielen Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme am Neujahrsempfang der Gemeinde verwehrt. Bedauerlich und schade! Die viel gepriesene Bürgernähe bleibt damit auf der Strecke!
Robert Krippl