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CDU-Fraktion lehnt Nachtabschaltung ab

Rückblick auf die Sitzung des Gemeinderats vom 29.11.2011; TOP 3 Nachtabschaltung/Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung; Antrag des Ortsverbands Malsch „Bündnis 90/Die Grünen“ vom 09.09.2011
Den Beratungen in der Fraktion diente eine Vorlage der Verwaltung, in welche eine Stellungnahme der EnBW zum Antrag eingearbeitet wurde. Die Stellungnahme seitens der CDU-Fraktion hielt Gemeinderat Arno Maier. Hier die wichtigsten Punkte aus Sicht der CDU zusammengefasst:

Halbnachtschaltung: Das bedeutet für einen festgelegten Zeitraum, jede zweite Leuchtstelle auszuschalten oder die Leistung der Leuchtstellen zu reduzieren. Seitens der Experten werden hier Schwierigkeiten gesehen. Die Verteilungsnetze lassen diese Variante bei der Malscher Straßenbeleuchtung nicht zu. Das Abschalten jeder zweiten Leuchtstelle führt zu Hell-Dunkel-Zonen, die für das menschliche Auge schwer zu erfassen sind und somit eine Verkehrsgefährdung darstellen.
Die CDU-Fraktion kam zu dem Schluss, aufgrund der gemachten Aussagen, dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen und die Halbnachtschaltung nicht weiter zu verfolgen.

Nachtabschaltung: Das bedeutet eine komplette Außerbetriebnahme von Leuchtstellen, entweder im gesamten Ortsgebiet oder in einzelnen Straßenzügen. Ob eine straßenweise Nachtabschaltung in Malsch ohne weiteres möglich ist, wird laut Expertenmeinung noch zu prüfen sein. Ob die örtlichen Gegebenheiten die dafür notwendigen Neuaufteilungen der Stromkreise und weiterer umfangreicher Arbeiten überhaupt zulassen ist fraglich.
Eine komplette Abschaltung der Straßenbeleuchtung wäre einfach zu realisieren und würde zu einer Reduktion des Stromverbrauchs von ca. 27 % führen. Demgegenüber steht jedoch das Sicherheitsempfinden der Einwohner und Expertisen der Polizei, die von einem Anstieg der Kriminalität nach Einführung der Nachtabschaltung an vielen Orten berichten.
Die CDU-Fraktion kam nach Abwägung der Aspekte, Stromeinsparung und damit Reduktion von Kohlendioxid gegenüber der Verantwortung für die Sicherheit der Einwohner zu dem Schluss, sich gegen eine Nachtabschaltung auszusprechen.

Einsatz der LED-Technologie:
Die Malscher Straßenbeleuchtung wurde bereits im Jahr 1999 von der stromintensiven Technologie der Quecksilberdampflampen (weißes Licht) auf die effizientere Technologie der Natriumdampflampen (orangenes Licht) umgestellt. Die zukünftige LED-Technologie verbraucht noch weinger Strom, ist aber noch sehr teuer und in ständiger Verbesserung begriffen. Die CDU-Fraktion befürwortete den Vorschlag der Verwaltung, 69 Leuchten im kommenden Jahr auf LED-Technologie umzurüsten. Dabei kann Erfahrungen gesammelt und auf ein Förderprogramm des Bundes zurückgegriffen werden.

Arno Maier, Pressewart"